© Felix Broede/Sony Classical

Mikhail Pletnev schert sich nicht um Tempovorgaben eines Komponisten. Das konnte man zuletzt in der Kölner Philharmonie erleben, als er sich bei einem Solo-Abend ausgewählten Klavierstücken Sergej Rachmaninovs widmete. Was damals allerdings ganz wunderbar funktionierte, überzeugte an diesem Abend nur bedingt. 

Der Abend begann mit der Serenade für Streichorchester in C-Dur von Mieczysław Karłowicz, das einen erfrischenden Auftakt für das Konzert versprach. Man hörte deutlich die Nachromantik mit ihren Übergängen zur Moderne, aber es wäre schön gewesen, wenn hier mehr auf die Agilität des Werks statt auf eine plattgetretene Darstellung geachtet worden wäre. Das Orchester strebte zwar immer wieder eigenwillig nach vorne, Pletnev bremste aber leider zu oft und die Serenade driftete zu häufig in einen mäandernden Fortgang ab, statt schwungvoll den Abend einzuleiten.

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